🍳🍂 Kochen mit Vorräten - Tag 2: Mein Kürbis-Risotto
Um 7 Uhr bin ich aufgestanden. Das hat sich ja angefühlt wie 8 Uhr.
Der Körper muss sich ja erst an die neue Zeit gewöhnen.
Im Herbst und Winter mag ich gern warmes Frühstück. Haferflocken werden mit ein bisschen Wasser und Milch und Apfelschnitzen und einem Spritzer Honig im Topf aufgekocht. Dann kommt alles auf einen Teller und wird mit Zimt und Walnüssen bestreut. Das habe ich für meine Töchter schon morgens vor der Grundschule gekocht. „Flöckchen“ hieß das Gericht und sie haben es geliebt. Ich liebe es heute auch noch.
50 € habe ich noch im Geldbeutel in bar und das soll für die Woche reichen. Für meine Mutter hatte ich bei Amazon eine runde Leuchtstoffröhre für ihre Badlampe bestellt. Nach dem Einbau dann die Ernüchterung: Nichts passierte, sie brannte nicht. Das Teil wieder zurückgeschickt. Das klappte sehr gut bei Amazon. Da aber die Leuchtstoffröhre relativ schlecht verpackt bei mir angekommen war, habe ich noch einmal bei einem anderen Anbieter bestellt. Diesmal kam ein Riesenpaket. Das gute Stück war darin sehr gut verpackt zwischen Luftpolsterfolie. Nachdem ich sie bei der Mutter im Bad eingebaut hatte, brannte sie aber nur auf halber Stärke. Was meine Befürchtung erhärtete, dass das Vorschaltgerät defekt ist. Schließlich habe ich die ganze Lampe abgeschraubt und werde jetzt eine neue Lampe bestellen. Da ich auch die zweite Leuchtstoffröhre nicht benötige, habe ich auch diese wieder zurückgeschickt. Den Karton hatte ich in weiser Voraussicht aufgehoben. Alles wieder schön verpackt zwischen Luftpolsterfolie und zugeklebt. Nur mit dem Zurückschicken war es hier komplizierter. Der Anbieter hatte mit GLS versendet und die Rücksendung erfolgt hier auf eigene Rechnung. Heute haben ja diverse kleine Läden Paketshops als Zusatzeinkommensquelle und man erlebt immer was, wenn man ein Paket abholt oder verschickt. So war es auch bei mir heute. Ich landete in einem Anglerladen, den zwei ältere Herren betrieben, die dem Aussehen nach Brüder sein mussten. Ein riesengroßer Laden wie aus einer anderen Zeit. Alle Kundinnen, die kamen, wollten Pakete verschicken. Niemand wollte eine Angel kaufen. Für mein Riesenpaket habe ich 7,70 € berappen müssen. So viel hat die Leuchtstoffröhre ungefähr gekostet. Und im Grunde war die ganze Aktion für die Katz. Aber ein Erlebnis war es. Dann habe ich noch ein paar Kleinigkeiten gekauft, vor allem frische Milch für meinen Kaffee.
35 € sind jetzt noch übrig. Mal schauen, ob ich mit diesem Geld bis Freitag hinkomme.
Meine Erledigungstour habe ich gleich mit einem schönen Spaziergang verbunden, denn am Vormittag hatte sich die Sonne durch die Wolken gekämpft und ein wenig goldene Herbststimmung erzeugt.
In meiner Umgebung gibt es so viele schöne Orte. Schnell ist man in wunderschöner Natur.
In der Vorratsschublade fand ich noch ein Tütchen mit 173 Gramm Risotto Reis. Genau richtig für ein herbstliches Kürbisrisotto. Und die Hälfte davon kann ich auch noch einfrieren.
🇮🇹🎃 Opalinos cremiges Kürbis-Risotto mit Pinienkernen
Zutaten aus der Vorratskammer 👫
• Der Reis: 173 g Risottoreis (der geöffnete Beutel)
• Das Gemüse: ca. 350g Hokkaido-Kürbis (fein gewürfelt) 👫 1 rote Zwiebel (fein gehackt)
• Die Basis: 2 kleine Gläser selbstgekochte Gemüsebrühe
• Die Würze: Der Parmesan-Rest (fein gerieben) 👫 1 Beutelchen Pinienkerne
• Das Extra: Etwas Olivenöl oder Butter 👫 1 kleiner Spritzer Essig, Salz & Pfeffer, Thymian.
Zubereitung
Eine Handvoll Pinienkerne ohne Fett in der Pfanne anrösten, bis sie duften und goldbraun werden.
Sofort herausnehmen und für das spätere Finish beiseitestellen.
Etwas Olivenöl im Topf erhitzen. Die feinen Zwiebel- und Kürbiswürfel darin ca. 3–4 Minuten andünsten. Den Risottoreis dazugeben und 1–2 Minuten mitrösten, bis die Körner leicht glasig glänzen.
Das Ganze mit einem kleinen Spritzer Essig (als feiner Säure-Ersatz statt Weißwein) ablöschen und vollständig verkochen lassen.
Die selbstgemachte Brühe kochend heiß bereithalten.
Nun schöpflöffelweise die heiße Brühe zum Reis gießen – immer nur so viel, dass der Reis knapp bedeckt ist.
Bei mittlerer Hitze unter gelegentlichem Rühren sanft köcheln lassen. Erst wenn der Reis die Flüssigkeit aufgesaugt hat, die nächste Kelle nachgießen.
Nach ca. 20 Minuten ist der Reis bissfest gegart und der Kürbis wunderbar cremig eingekocht.
Den Topf vom Herd nehmen. Den Parmesan-Rest und einen Stich Butter schwungvoll unterrühren.
Deckel drauf, 2 Minuten ziehen lassen und mit Salz und frisch gemörsertem Pfeffer abschmecken.
Auf dem Teller anrichten und mit den gerösteten Pinienkernen bestreuen
Lecker hat's geschmeckt.
Heute Abend mach ich noch Pfannenbrot. Aus Mehl, Backpulver, Wasser und Salz. Davon erzähle ich euch dann morgen mehr.
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