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Eben noch Enkel, heute Opa: Wie die Fürsorge meiner Großeltern meinen Weg mitbestimmte

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Wenn man Opa ist und auch noch in Pension, hat man Zeit nachzudenken. Auch über das eigene Leben.  Jetzt bin ich selber in der Opa-Rolle. Und es ist gefühlt nicht so lange her, da war ich selber Enkel. Wenn ich hier so sitze und nachdenke, springen meine Gedanken wild durch die Jahrzehnte.  Meine Großväter haben mich sehr stark geprägt. Als Kind war ich sehr viel bei meinen Großeltern. Meine Großeltern väterlicherseits stammten aus Pressburg. Bratislava heißt es heute und ist die Hauptstadt der Slowakei. Dort lebten vor dem Zweiten Weltkrieg Deutsche, Ungarn und Slowaken friedlich zusammen.  Am Ende des Zweiten Weltkrieges wurden die Deutschen vertrieben. Ich stamme also sozusagen aus einer Flüchtlingsfamilie. Die ganze Diskussion in Deutschland der letzten Jahrzehnte über Deutsche und Ausländer ist so überflüssig, dumm und kindisch. Alle sind wir doch Migranten – früher oder später gewesen. Mein Opa war ein Handwerker, Parkettleger. Aber er interessierte sich...

Gitarren statt Knarren: Mein Aufbruch in den 70ern mit Udo Lindenberg

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Udo Lindenberg ist 80 Jahre geworden. Das ist krass!  Ich bin Udo-Lindenberg-Fan der ersten Stunde und ich glaube, seine Musik hat mich nachhaltig geprägt.  Und auch seine Haltung.  Und seine Texte, die ich bis heute alle auswendig mitsingen kann – also die von den Platten aus den Siebzigern. Es muss 1973 oder 1974 bei mir mit Udo begonnen haben. Ich glaube, ich habe immer SWF3 im Radio gehört und habe da die Lieder mitgeschnitten. Und ich denke, sie haben Udo zu der Zeit dann im Radio gespielt. Seine Karriere nahm in dieser Zeit rasant Fahrt auf. Ich wohnte damals noch bei meiner Mutter, und sie bekam natürlich alles mit, was ich da so hörte – und an Udo Lindenberg fand sie auch Gefallen. Ich fand die Rock-’n’-Roll-Gitarren einfach geil. Aber auch „Cello“ und „Rudi Ratlos“ waren super. Das sprach meine Mutter auch an. Und auch die Haltung und politische Botschaft von Udo war etwas, was meine Mutter gut fand.  Und das war ja auch revolutionär, was Udo da ...

Opa erzählt - Meine Campingleidenschaft Teil 3: Alleine unterwegs 🏕️

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Seit etwa 2017 bin ich dann alleine mit dem Wohnwagen in Urlaub gefahren. Das habe ich zunehmend genossen. Ich habe so wenig Aufwand wie möglich betrieben. Der Wohnwagen enthielt ohnehin alles Notwendige: Geschirr, Gasflasche, interner und externer Kocher, Grill, Besen, Lappen, Putzmittel, Spülmittel, Spülschüssel, Kerzen, Lampen, Wäscheleine, Tisch und Stühle und so weiter. Ich packte nur zu Hause meine Reisetasche, warf sie ins Auto, fuhr zum Unterstellplatz, hängte den Wohnwagen an – und los ging’s. Und weil ich nicht so weit alleine fahren wollte, ging es in die Vogesen nach Frankreich – eine Gegend, die ich ohnehin sehr liebe.  Der einzige Aufwand war, den Dachgepäckträger anzuschrauben und das Fahrrad auf das Dach zu hieven. So hatte ich mein Fahrrad dabei und konnte vom Campingplatz aus Touren unternehmen. Diese Vogesentouren alleine habe ich geliebt, und ich glaube, ich werde es wieder tun – im Ruhestand. 2020, im Corona-Jahr, war ich in der Südpfalz...

Opa erzählt 🏕️ Die Campingleidenschaft lebt- Teil 2

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Als ich meine spätere Frau kennenlernte, teilten wir unsere Campingleidenschaft. Dann ging es mit einem alten Fiesta und einem mittlerweile neu erworbenen Markenzelt von Vaude auf große Fahrt – durch Sardinien oder durch Frankreich, das Eldorado für Campingfans, mit unzähligen Campingplätzen an wunderschönen Orten. Wir blieben immer nur ein paar Nächte an einem Platz und dann ging es weiter. Wir waren auf Entdeckungsreise. Am Anfang saßen wir noch im Schneidersitz auf dem Schlafsack, eine kleine Kühlbox diente uns als Tisch. Aber bald kamen Klappstühle und ein Klapptisch dazu – und eine bessere Kühlbox. Wir hatten Campingkisten mit Gaskocher, Gaslampe, Wäscheleine, Gummihammer und Zeltseilen zum Verstärken des Zelts bei Sturm und Ähnlichem. In einem Jahr packten wir das Vaude Zelt und die Schlafsäcke in Reisetaschen und flogen nach Irland. Wir mieteten ein Auto am Flughafen und das Abenteuer konnte starten... Mit dem Steuer auf der rechten Seite rein in den Linksverkehr... ...

🏕️ Opa erzählt Meine Campingleidenschaft – Teil 1: Die Anfänge

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Kürzlich habe ich auf Instagram eine Comedienne gesehen, die sich über das Camping lustig machte. Das sei etwas für Leute, die keinen richtigen Spaß haben wollten – die in hässlichen Kleidern herumlaufen und Toiletten gerne mit anderen teilen. Bei mir wurde die Campingliebe schon als Kind von meinen Großeltern mütterlicherseits geweckt. Ich war sechs Jahre alt, als sie mich das erste Mal nach Italien mitnahmen, in ihrem VW Käfer, der bis in den letzten Millimeter vollgestopft war mit Campingausrüstung. Mein Großvater zelebrierte das Packen des Käfers, und das beeindruckte mich sehr. Meine Großeltern zelebrierten eigentlich die ganze Campinggeschichte. Das Hauszelt wurde auf einem schönen Stellplatz auf einem sehr großen Campingplatz in der Nähe von Venedig aufgebaut. Um das Zelt herum zog mein Großvater kleine Gräben, falls es regnete. Meine Oma hatte in diesem Zelt eine richtig gut ausgestattete Küche, dazu Tisch und Stühle. Der Campingplatz lag direkt am Meer. Den ganzen ...