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Grenadiermarsch auf Opalino Art – Revoge am Montag

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Montag ist ja der Tag für Revoge. Kennt ihr nicht? Reste von gestern. Traditionell wird ja am Wochenende gut gekocht. Und dann bleibt bisweilen was übrig. Na, so war es bei mir auch. Ich hatte noch zwei Frikadellen. Und außerdem fahre ich die Woche ein paar Tage weg und da muss der Kühlschrank leer werden. Von meinem SB-Hofladen im Dorf hatte ich noch eine schöne Sellerieknolle und zwei Birnen. Ein großer Teil der Knolle wanderte durch die Gemüseraffel mit einer Birne und wurde mit einem Joghurt-Olivenöl-Dressing zu einem schönen Salat, den ich noch mit Walnüssen getoppt habe. Und aus ein paar übrigen kleinen Kartoffeln, ein paar restlichen Emmer-Penne, einer Karotte, ein paar Stangen Staudensellerie und der restlichen Knollensellerie plus einer roten Zwiebel wurde ein leckerer Grenadiermarsch.  Das kommt aus der österreichisch-ungarischen Küche und ist ein Restegericht mit Nudeln und Kartoffeln. Da kam dann meistens noch übrig gebliebenes Braten...

Vom Schock zur Vision: Zeit für einen gesellschaftlichen Hilfeplan

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​ Ganz Deutschland ist schockiert und trauert um den getöteten Zugbegleiter Serkan C. , der von einem Schwarzfahrer bei der Ausübung seines Dienstes auf brutalste Weise zusammengeschlagen wurde. Er verstarb tragischerweise am folgenden Tag an seinen schweren Verletzungen. Er war alleinerziehender Vater von zwei Söhnen im Alter von 11 und 13 Jahren. Nun wird mit Recht darüber diskutiert, wie man die Sicherheit der Bediensteten bei der Bahn maßgeblich verbessern kann. Es ist gut und wichtig, dass man sich hierüber endlich ernsthafte Gedanken macht. ​Man hört viel in den Medien darüber, dass der gesellschaftliche Ton rauer wird. Gerade Mitarbeiter in den Dienstleistungsberufen sind immer häufiger Anfeindungen, Drohungen, Hasstiraden und konkreter Gewalt ausgesetzt.  Das Aufkommen der Populisten in der Politik ist hierfür ein deutliches Alarmsignal. Dieses menschenverachtende Gerede und Geschrei der Rechtspopulisten ist mittlerweile sogar im Parlament angekommen. Erschrec...

Kritharaki-Glück: Mein grünes „Risotto“ gegen das Februar-Grau

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Eine Erkältung hat mich wieder im Griff. Gestern nasskaltes, graues Wetter und heute Nebel. Hoffentlich kommt noch die versprochene Sonne raus am Nachmittag. Da hilft nur was Buntes: kochen, lecker und gesund.  Aus meinen Vorräten habe ich mir ein Kritharaki-Risotto gemacht – oder soll ich sagen: Kritharotto ? Die Basis ist ein Soffritto aus Zwiebeln, Knoblauch, Karotte und Staudensellerie, alles fein geschnitten. Diese werden in Olivenöl schön angeschwitzt. Dann kommen die kleinen Nudeln dazu und als besonderer Kick eine Handvoll roter Linsen. Nudeln und Linsen werden auch ein paar Minuten mitgebraten. Leider habe ich heute keinen Weißwein im Haus, um abzulöschen. Deshalb kommt gleich Gemüsebrühe dazu. Da ich keine selbstgemachte Brühe habe, benutze ich die „Würzfee“ von Lebe Gesund. Jetzt kommt das grüne Gemüse sukzessive in die Pfanne: ein bisschen Lauch in feinen Ringen, eine Handvoll Tiefkühlerbsen, ein wenig klein geschnittener Brokkoli und...

Garten-Träume und Tatendrang im Februar

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Apfelblüte im März  Was macht der Gärtner im Februar?  Er träumt von der kommenden Saison und schwelgt in den Fotoarchiven der letzten Jahre.  Blütenpracht im April  In Opa Linos Fall möchte er euch auch noch daran teilhaben lassen. Wenn ich meine Alben in der Cloud mit dem Namen „Gartenjahr“ durchschaue, motiviert mich das ungemein – und ein bisschen stolz bin ich auch auf mich.  Wildrose im Mai Einen Plan habe ich ebenfalls schon aufgestellt, wie die Beete dieses Jahr bepflanzt werden sollen. Sobald sich mal besseres Wetter zeigt, werde ich in den Garten gehen und nach dem Rechten schauen. Aus dem ersten Rhabarber wird ein leck'rer Kuchen  Vielleicht beginne ich dann auch direkt mit den ersten Arbeiten, zum Beispiel damit, den Weg vor dem Gärtchen sauber zu machen. Welch ein Empfang Zu tun gibt es ja immer jede Menge: Die Sitzkissenbezüge kann man abziehen und mit nach Hause nehmen, u...

Algarve – ein tolles Winterziel

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Tavira Januar 2026 Zweimal war ich nun im Winter an der Algarve: Im November 2018 und jetzt im Januar 2026.  2018 war ich an der Fels-Algarve, westlich von Faro bis nach Sagres. Und dieses Mal an der Sand-Algarve, von Faro östlich bis an die spanische Grenze. Wandern oberhalb der Klippen im November 2018  Und ich war beide Male sehr begeistert. Jetzt im Januar fand ich es noch ruhiger, als es im November bereits war. Klar: Es kommt darauf an, was man gerne hat und machen möchte. Ich gehe gerne wandern, genieße die Natur und liebe es, möglichst wenige Menschen zu treffen und die Ruhe und den Wind zu genießen. Ich versorge mich gerne selbst und gehe einkaufen wie die Einheimischen. Und die Preise sind im Winterhalbjahr günstig. Ich bin für unter 200 € mit Lufthansa hin und zurück geflogen. Für mein Studio in meinem paradiesischen Landhaus habe ich 300 € für die Woche bezahlt. Im Flugzeug berichteten meine Sitznachbarn, dass sie 30 ...

Mein Tomaten-Plan: Zurück zu den Wurzeln (und zum Geschmack!)

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August 2017  Reiche Ernte aus meinem Garten  Sonntags bekomme ich immer eine  E- Mail von Michi – Michaela Berg.  Sie betreibt einen kleinen Versand für Gemüse- und Tomatensamen: Michis Tomaten. Über 200 Sorten hat sie im Angebot. Jetzt im Januar und Februar beginnt des Gärtners Vorfreude auf das neue Gartenjahr. In den letzten zwei oder drei Jahren habe ich keine Tomaten selbst vorgezogen, sondern Tomatenpflanzen gekauft.  Aber mit dem Ergebnis war ich nicht so richtig zu 100 % zufrieden. Einmal habe ich sogar bei Lila Tomate Pflänzchen gekauft. Sie hat einen tollen Garten in Böhl-Iggelheim und zieht eine große Menge an Tomatenpflanzen heran. Es war sehr nett dort; ich war mit einem Freund zum Pflanzenkauf da und es herrschte ein geschäftiges Treiben der Tomatenliebhaber. Aber keine Ahnung warum: Obwohl ich sehr interessante Sorten ausgesucht hatte, war ich mit dem Ergebnis nicht so zufrieden wie in den Jahren zuvor. Früher hatte ich meine Tomaten i...

B. ist out – der Groove der Freiheit

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„Yo, der B., der war im Amt ’ne Legende, mit Ruhe im Blick und ’nem Stift in der Hände. Er hat beraten, geholfen, gecheckt, doch jetzt wird der Aktenberg endgültig versteckt. Statistik? Nee, das war nie sein Ding, wenn Excel ruft, hört man, wie er singt: „Ich bin dann mal kurz im Garten, tschau, bei Bohnen, Tomaten, da blüh’ ich genau!“ In der Pause – Linsen, Kaffee, dann Nap, zwanzig Minuten Power-Nap-Nap Beine hoch, Telefon im Griff, B. bleibt cool und das ganz ohne If. Deutschrap im Ohr, Jazz im Herz, Wohnwagen-Träume, Freiheit, kein Schmerz. Pfälzerwald, Teneriffa, Sonne, Strand, endlich Pensionär, endlich Freizeit geplant.“ Jazz und Hip-Hop haben mich durch mein ganzes Berufsleben begleitet und mir Kraft gegeben. Meine Kolleginnen haben das aufgegriffen und haben mir zum Abschied diesen Rap geschrieben und präsentiert. Das war ein besonderer Moment für mich. Da steckt so viel Liebe und Anerkennung drin und Wertschätzung; ich war wirklich sehr gerührt und berührt. Und b...

Von den Mühen der Berge zu den Mühen der Ebene

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Zurück von meiner Algarve-Kur – und der Pensionärsalltag kann beginnen.  Mir hat die Auszeit gut getan: für mich selbst gut zu sorgen und die inneren Prozesse mit allen Aufs und Abs zu durchleben. Das war sehr gut. 🌊 Für die Familie war es natürlich eine Herausforderung, dass ich während meiner Abwesenheit nicht mithelfen konnte.  Und so war ich in den ersten vier Tagen nach der Rückkehr auch gleich gefragt – vor allem, um mich um den Enkelmann zu kümmern. Ich habe ihn in der Zeit an der Algarve auch sehr vermisst und mich riesig gefreut, ihm wieder so nahe zu sein. Das habe ich sehr gerne gemacht.  Es war zwar gleich mal ein Start von 0 auf 100, aber so ist es manchmal;  es hatte sich aufgrund verschiedener Termine einfach so ergeben. 🧸❤️ Und ein bisschen Erkältung habe ich mir, glaube ich, auch wieder eingefangen – das kauft man eben immer mit ein.  Nun ist die Familie für vier Tage zu Besuch zur großen Tochter gefahren und jetzt kann ich ausspan...

Zwischen tiefem Durchatmen und Kofferpacken – Der letzte Tag meiner Algarve-Kur

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Gegen Morgen hatte der Wind sich gelegt und die Sonne kam raus. Für den Vormittag war sonniges Wetter vorhergesagt, und ab Mittag sollten wieder Wolken aufziehen und der Wind zurückkommen. Und so war ich dann auch um 9:40 Uhr abfahrbereit und setzte meinen Plan um, noch mal zur Praia do Barril zu fahren. 20 Minuten auf der N125 – es war wenig los und die Fahrt war entspannt. Ich parkte wieder auf dem schönen Parkplatz, drei Minuten von der Brücke entfernt. Es war noch wenig los und das Licht heute sehr schön!  Ein bisschen Wind blies und zauberte kleine Wellen auf die Ria. Die Arbeiter, die an der kleinen Strandeisenbahn arbeiten und auch den Bahnsteig am Strand erneuern, waren schon wieder zugange, aber es waren noch nicht so viele Touristen da. Ich genoss heute die Luft ganz besonders und bemühte mich, tief ein- und auszuatmen, so als wollte ich die gute Luft mit nach Hause nehmen. Am Strand angekommen, bot sich ein schönes Bild: Durch das stürmische Wette...