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Mein neuer Blick auf Miles Davis

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Miles Davis wäre dieses Jahr 100 Jahre alt geworden. Ich dachte bislang, ich sei schon gut über Miles Davis und seine Musik informiert.  Dann habe ich mich intensiver mit ihm beschäftigt und das Ergebnis ist ernüchternd. Miles Davis war im Grunde ein Arschloch. Ein Tyrann. Ein Drogenabhängiger. Ein Narzisst und Egozentriker. Er hat seine Frauen geschlagen und seine Kinder vernachlässigt. Darüber liest man gar nicht so viel, weil er natürlich gleichzeitig ein genialer Musiker war, der den Jazz über fünf Jahrzehnte immer wieder neu erfunden hat und dessen sensibles, feinfühliges und tiefgehendes Trompetenspiel die Welt begeistert hat. Er war all das gleichzeitig – und genau deshalb geht bis heute diese düstere Faszination von ihm aus.  Ich habe mich gefragt: Warum haben sich diese klugen, starken Frauen immer wieder auf ihn eingelassen, obwohl sie genau wussten, worauf sie sich einlassen? Ich denke, er hat sie mit seiner geheimnisvollen Art fasziniert, mit seinem sen...

🍳🍂 Opalinos herbstlicher Schmortopf

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So oft wie möglich besuche ich meine kleine Enkelin, die leider 400 km weit weg wohnt.  Im Frühjahr war ich dort, und als ich wieder abreisen musste, gab mir meine Tochter aus der Tiefkühltruhe zwei Pakete Rindfleisch mit in einer Kühltasche. Das funktionierte ganz gut und das Gulasch wurde zu Hause zeitnah verarbeitet.  Das andere Paket mit Rouladen wanderte in die Tiefkühltruhe bei mir zu Hause. Jetzt, wo der Herbst beginnt und man wieder Lust bekommt auf kräftige Gerichte, wollte ich es endlich zubereiten. Im Garten habe ich die allerletzten Tomaten geerntet. Sie hingen an den schon vertrockneten Tomatenstöcken, dazu kam ein Sträußchen mediterrane Kräuter.  Beim Spaziergang durch den Stadtteil schaute ich bei meinem Bio-Gemüse-Selbstbedienungsstand vorbei und habe Möhren, Pastinaken und rote Zwiebeln erstanden. 🧅 Das Rezept:  • 🥕 Gemüse anbraten:  Möhren, Pastinaken und rote Zwiebeln in kleine Würfel schneiden. Alles zusammen in einem Schmortopf...

Männerwandertage im Bayerischen Wald

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Unsere 23. Männerwanderfahrt im September führte uns noch einmal in den Bayerischen Wald, wo wir bereits vor zwei Jahren gewesen waren.  Wir wohnten auf einem tollen Bauernhof mit familiärer Atmosphäre und leckerer Hausmannskost, die noch auf einem alten Holzherd gekocht wird.  Eigentlich sind wir ja überzeugte Selbstversorger und lieben auch das gemeinsame Einkaufen und Kochen.  Aber vor zwei Jahren hatte es uns dort so gut gefallen, dass wir uns noch einmal für diesen Hof entschieden. Diesmal ging es ganz modern mit dem E-Auto auf Reisen. Da so ein Fahrzeug ab und zu Strom braucht, legten wir nach 250 Kilometern eine Pause ein.  Bei bestem Wetter genossen wir ein zünftiges Picknick im bayerischen Stil – mit Obazda, Brezn und einem alkoholfreien Hellen auf einem weiß-blauen Tuch. Nach unserer Ankunft und vor dem Abendessen in der schönen Stube blieb noch Zeit für einen ersten kleinen Spaziergang um das Haus.  Der ...

Wanderung zur Hellerhütte: Über Burg Spangenberg und durchs Höllischtal

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Samstag ist Wandertag!  Heute bin ich nicht ganz so früh aufgestanden und deshalb etwas später losgekommen. Der Plan für heute: Es geht zur Hellerhütte, die mitten im Wald liegt und nur zu Fuß zu erreichen ist. Die Route von Erfenstein aus – also von Westen her – bin ich zur Hellerhütte noch nie gewandert. Genau diese Tour steht heute auf meinem Plan. Kurz hinter Lambrecht zweigt es links ins Elmsteinertal ab, und nach wenigen Kilometern erreicht man Erfenstein. Noch vor dem Ort biegt eine kleine Straße links zum Wanderparkplatz Spangenberg ab. Hier beginnt ein schöner Pfad mit weiß-grüner Markierung, der zunächst zur Burg Spangenberg und direkt dahinter weiter hinauf in den Wald führt. Weiter geht es stets der weiß-grünen Markierung nach. Der Pfad führt stetig bergan und mündet schließlich in einen Wirtschaftsweg, der moderat weiter ansteigt. Die Markierung weist auch hier verlässlich den Weg Auf dem Wirtschaftsweg wandert es sich nu...

Der September ist da: Und die erste Kürbissuppe

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Der September ist da. 10 Grad waren es heute Früh und Sonne. Wie herrlich.  Man kann sich mit einer Jacke und einer Decke auf den Beinen auf den Balkon setzen und Kaffee trinken und die frische Luft genießen.  Die Zeit der Hitzewellen scheint vorbei und die Zeit der Herbstgerichte beginnt. Wie schön. Meine Mutter mag sehr gerne Hokkaido-Kürbis und zu Beginn des Herbstes freue auch ich mich wieder auf Kürbisgerichte.  Die hängen einem dann auch irgendwann zum Hals heraus, aber jetzt lachen mich die kleinen Kürbisse im Supermarkt wieder an und wollen in den Einkaufskorb hüpfen. Ein Klassiker ist natürlich Kürbissuppe. Nach dem gemütlichen Morgenkaffee ging es dann schon bald ans Kochen.  Am Abend zuvor hatte ich mir bereits überlegt, wie ich heute meine Kürbissuppe zubereiten möchte: mit Apfel, Zwiebeln, ein wenig Ingwer, etwas Rosmarin, zwei Kartoffeln, einer Handvoll roter Linsen und einem schönen kleinen Bio-Hokkaido-Kürbis. Jazz-Playlist ab und los ging...

​Nicht mehr nur ein Traum, sondern das Gebot der Stunde

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In der systemischen Beratung gibt es einen Grundsatz: Probiere es nicht mit „mehr desselben“, wenn es nicht hilft. Übertragen auf das Handeln der etablierten Parteien bedeutet das:  Mit euren Methoden und Versuchen habt ihr die Menschen nicht überzeugen können und sie nicht davon abgebracht, die AfD zu wählen.  Großspurige Ankündigungen wie „Wir werden die AfD halbieren“ wurden durch die Wahlergebnisse in Sachsen-Anhalt ad absurdum geführt.  Genau das Gegenteil ist eingetreten: Die CDU wurde halbiert und die AfD verdoppelt. Wie erklärt man sich nun den Zulauf bei der AfD? Und welche Schlüsse müssen die demokratischen Parteien daraus ziehen? Wahlforschung und Wahlanalysen ergeben ein klares Bild. Die Menschen, die AfD wählen, fühlen sich von den Politikern der etablierten Parteien nicht richtig gehört und vertreten. Eine Haltung wie „Wir leben gar nicht in einer Demokratie“ macht sich breit. „Ich kann gar nichts bestimmen. Meine Anliegen, Sorgen und Nöte werden...

Sonntagswanderung bei bestem Spätsommerwetter

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Wandertag. Jetzt doch mal wieder am Sonntag, hat sich halt so ergeben. Dann muss man zeitig losgehen und die Stoßzeiten meiden. Für heute habe ich mir wieder eine tolle Tour ausgedacht: Durch das wunderbare Poppental hoch zum Breuninger Fels und dann oben weiter auf der Höhe und dann hinunter zum Oppauer Haus. Das liegt im Wachenheimer Tal, oder auch Burgtal genannt. Von dort wieder zurück auf halber Höhe durch das Wachenheimer Tal und wieder rüber zum Parkplatz am Beginn des Poppentals. Vom Parkplatz am Ende der Bürklin-Wolf-Straße in Wachenheim startet man und da geht gleich ein Pfad hinein in den Wald.  Nach wenigen hundert Metern geht es hinunter rechts ins Poppental. An einer schönen Wiese kommt man vorbei und dann gleich am Waldkindergarten, der dort zwei Bauwagen aufgestellt hat als Gruppenräume.  Weiter geht's auf romantischem Pfad entlang des Baches, bis es nach einigen hundert Metern links hinaufgeht in Kehren zum Breuninger Fels....