Wenn man Gutes tut, kommt auch Gutes zurück
Mittags bin ich dann mit dem Auto Richtung Garten aufgebrochen. Auf der Rückfahrt wollte ich einkaufen fahren und bei der Tochter noch was abholen. An meiner Tankstelle wollte ich noch schnell mal das Auto waschen lassen. Ein Auto war gerade in der Waschhalle, also hieß es warten. Aber als ich dann dran war und hineinfahren wollte, sprang mein Auto nicht mehr an.
Da ich einen Schutzbrief bei der HUK-COBURG habe, habe ich die Nummer für Pannen angerufen. Sehr freundlich ist der Kontakt dort immer. Man wird mir einen Abschleppwagen schicken, und der wird aber auch vor Ort schauen, ob er etwas tun kann. Man bekommt dann eine SMS mit der voraussichtlichen Wartezeit. 90 Minuten hieß es darin.
Da ich noch nicht weit weg war von zu Hause, beschloss ich, erst mal zu Fuß einkaufen zu gehen und dann auch die Sachen nach Hause zu bringen. Nach ca. 75 Minuten bin ich dann wieder zum Auto gelaufen, als mich der Anruf des Fahrers erreichte. Ja, er sei unterwegs, aber es dauere noch 45 Minuten. Ich bin also noch mal nach Hause gegangen und habe dort in Ruhe gewartet. Und nach 40 Minuten wieder zum Auto.
Schließlich erschien er wie versprochen: ein junger, sympathischer Mann. Nur leider hatte er keinen Start-Booster dabei. Deshalb hieß es: Auto aufladen auf den Abschleppwagen und zu meiner Werkstatt fahren, die nur 10 Minuten Fahrzeit entfernt ist. Zwischenzeitlich war es bestimmt schon 16:30 Uhr oder etwas später, als wir dort ankamen.
Ein Freund hat mir diese Werkstatt empfohlen, weil er dort durchweg positive Erfahrungen gemacht hat und die beiden Brüder, die diese Werkstatt betreiben, unglaublich nette Personen sind. Man hat dort wirklich das Gefühl, anständig und fair behandelt und nicht übers Ohr gehauen zu werden.
5 Minuten später hatte der Automechaniker bereits den Start-Booster an die Batterie geklemmt und zack – war das Auto wieder angesprungen.
Seine Diagnose: Die Batterie ist defekt. Es sei schon sehr spät und ab Montag seien sie zwei Wochen im Urlaub. In diesem Moment muss ich sehr verzweifelt geschaut haben.
Nach ein paar Minuten kam er wieder und meinte, er könne das noch schnell erledigen. Er könne noch eine neue Batterie organisieren und sie mir einbauen.
Ich also zum nahe gelegenen Lidl gegangen und noch ein paar Sachen gekauft. Auf dem schönen, schattigen Friedhof in der Nähe habe ich mich auf eine Bank gesetzt und gechillt – und mir eine frische Buttermilch schmecken lassen.
Um 18 Uhr ging es zurück zur Werkstatt und tatsächlich: Die neue Batterie war bereits eingebaut. Nach ein paar Minuten Abschlussarbeiten stand ich auch schon im Büro bereit zum Zahlen. 220 Euro mit Einbau. Weil es sich in meinem Fall um eine Start-Stopp-Batterie handeln würde, sei diese teurer als eine gewöhnliche Autobatterie.
Das sind diese ganzen modernen "Ferz", wie man in der Pfalz zu sagen pflegt. Diese Start-Stopp-Automatik tut es bei mir gar nicht mehr – und wenn, würde ich sie immer ausschalten.
Selten habe ich eine Rechnung mit so großer Freude bezahlt! Voller Dank und beschwingt verließ ich das Büro meiner Retterwerkstatt.
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