Gitarren statt Knarren: Mein Aufbruch in den 70ern mit Udo Lindenberg
Udo Lindenberg ist 80 Jahre geworden.
Das ist krass!
Ich bin Udo-Lindenberg-Fan der ersten Stunde und ich glaube, seine Musik hat mich nachhaltig geprägt.
Und auch seine Haltung.
Und seine Texte, die ich bis heute alle auswendig mitsingen kann – also die von den Platten aus den Siebzigern.
Es muss 1973 oder 1974 bei mir mit Udo begonnen haben. Ich glaube, ich habe immer SWF3 im Radio gehört und habe da die Lieder mitgeschnitten. Und ich denke, sie haben Udo zu der Zeit dann im Radio gespielt. Seine Karriere nahm in dieser Zeit rasant Fahrt auf.
Ich wohnte damals noch bei meiner Mutter, und sie bekam natürlich alles mit, was ich da so hörte – und an Udo Lindenberg fand sie auch Gefallen. Ich fand die Rock-’n’-Roll-Gitarren einfach geil.
Aber auch „Cello“ und „Rudi Ratlos“ waren super. Das sprach meine Mutter auch an. Und auch die Haltung und politische Botschaft von Udo war etwas, was meine Mutter gut fand.
Und das war ja auch revolutionär, was Udo da machte. Auf Deutsch Rocklieder singen und dann noch in einer direkten Sprache aus dem echten Leben. Mit Witz. Und mit Themen, die jeden ansprachen.
Udo kam aus diesem miefigen, engen Kleinstadt-Milieu der Nachkriegszeit. Und in den Siebzigern startete er so richtig durch.
Für mich passte das perfekt. Ich war 12, als mich das Udo-Virus traf. Die Pubertät und dann die Aufbruchstimmung der Siebziger.
Ich hatte zuvor The Sweet gehört und fand die rockigen Gitarren geil und dann kam Udo mit „Candy Jane“ und „Hoch im Norden“. Und dann kam die Galaxo Gang. Mit „Rock ’n’ Roller“.
Mac war ein Junge und seine Welt war ein Hinterhof in Hamburg-Altona. Seine Mutter war schon tot. Sie starb sehr früh. Sein Alter war ein Säufer. Den sah er nie. Die anderen Kinder spielten mit Spielzeugknarren, doch er stand mehr auf Rock-’n’-Roll-Gitarren. Eines Tages ging er los und klaufte sich so n Ding und dann übte er im Treppenhaus so oft es ging und er wurde ein Rock-’n’-Roller, Rock ’n’ Roller.
Auf jeden Fall besorgte ich mir die Platten und hörte sie ständig.
1977, am 29. Januar, war es dann so weit.
Udo Lindenberg kam in die Friedrich-Ebert-Halle nach Ludwigshafen und meine Mutter musste mit mir mit.
An Einzelheiten kann ich mich nicht mehr erinnern, nur an die Besetzung des Panikorchesters mit Thomas Kretschmer, Paul Vincent, Bertram Engel, Steffi Stephan und Jean-Jacques Kravetz. Und dass es mir super gefiel.
Die Platten von Udo Lindenberg habe ich alle noch zu Hause. Und ich habe sie mir bis zur „Livehaftig“ gekauft. So lange war ich eingefleischter Udo-Fan.
Lieber Udo, zu deinem 80. von Herzen alles Gute und danke für deine tolle Musik, deine tollen Texte und deine positive, kritische Haltung! Und gut, dass du von Lady Whisky, der falschen Schlange, weggekommen bist.
UDO
Rebell. Rockstar. Ikone https://www.ardmediathek.de/video/Y3JpZDovL25kci5kZS8wZTNkYmQzYi01NGNmLTQ3ZTUtOTA3Mi01OThkOWViMWQyYThfZ2FuemVTZW5kdW5n
Mein allererstes Live-Konzert war ein Udo-Lindenberg-Konzert, auch in den Siebzigern, in einem Vorort von Aachen. Seitdem bin auch ich Fan...
AntwortenLöschenHaha das ist ja toll😍und 50 Jahre her...Wahnsinn✨
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