Winterflucht statt Sommerstress. Warum der Winter die wahre Reisezeit für Gärtner ist.




Als Schrebergärtner kann man ja im Grunde im Frühling, Sommer und Herbst kaum verreisen – am ehesten noch im Herbst. 
Gerade im Sommer ist man schließlich täglich mit dem Gießen beschäftigt. 
Doch wen könnte man beauftragen, diesen Job wirklich gewissenhaft zu erledigen? Das ist verdammt schwierig. 
Die Gartennachbarn haben selbst alle Hände voll zu tun, und wer hängt nach Feierabend schon bereitwillig noch eine ganze Stunde für den Nachbargarten dran? 
Gerade wenn man Gurken, Zucchini und Tomaten mit so viel Herzblut herangezogen hat, möchte man einfach nicht, dass sie in der eigenen Abwesenheit vertrocknen.

Genau aus diesem Grund habe ich in den letzten Jahren eine große Vorliebe für „Winterfluchten“ entwickelt. Wenn im Garten ohnehin Pause ist, zieht es mich weg – so wie im vergangenen Januar, als es an der Algarve einfach richtig toll war.

Und ich habe schon lange wieder Sehnsucht nach meiner Casita auf Teneriffa. Wie es aussieht, scheint sie im Dezember noch frei zu sein. Wenn in Deutschland trübes, kaltes Dezemberwetter herrscht und der Adventstrubel so richtig Fahrt aufnimmt, bietet sich die kleine Winterflucht schließlich regelrecht an. 

Bei diesen Gedanken beginne ich sofort von meinem gemütlichen Teneriffa-Leben zu träumen.

Nachdem man Ende Oktober durch die Umstellung auf die Winterzeit bereits eine Stunde geschenkt bekommen hat, gibt es beim Flug nach Teneriffa gleich noch eine weitere obendrauf. 

Das führt dazu, dass man morgens ziemlich früh wach ist und abends eher zeitig ins Bett geht, weil der Körper sich gar nicht so schnell umstellen kann. 
Ich nutze diese ruhigen, frühen Morgenstunden dann am liebsten, um gemütlich zu frühstücken und schon mal das Mittagessen vorzukochen.
Während in der Küche das Essen brutzelt, höre ich über meine Minibox am liebsten meine Jazz-Playlisten. 


Dann bin ich bereit, auf Tour zu gehen. Die Möglichkeiten auf Teneriffa sind schier unbegrenzt. Ich habe für mich vor allem das ländliche Teneriffa entdeckt und liebe den dichten Wald, der ab einer Höhe von etwa 800 bis 1000 Metern beginnt. Hierher verirren sich kaum Touristen, sodass man die Ruhe und Ursprünglichkeit dieser herrlichen Landschaft noch ganz ungestört genießen kann.

Bei sonnigem Wetter steuere ich besonders gern die Meeresschwimmbäder an, wie das in Bajamar. Das lässt sich wunderbar mit einer kleinen Wanderung kombinieren, gefolgt von einem gemütlichen Kaffee an der Promenade. 


Auf dem Rückweg von meinen Ausflügen mache ich meist noch einen Zwischenstopp bei „meinem“ Lidl – der ist herrlich groß, modern und bietet eine fantastische Auswahl an landestypischen Produkten. Auch das Einkaufen im Mercadona oder Hiperdino ist für mich ein echter sinnlicher Genuss, weil es dort so viele frische Sachen gibt, die direkt auf der Insel angebaut werden.

Wieder zurück in der Casita, gönne ich mir am Nachmittag eine Rosinenschnecke und mache es mir auf der Liege bequem. Von dort aus genieße ich den Blick auf den Teide – vorausgesetzt, die Passatwolken, die am Nachmittag gern über den Norden ziehen, geben den majestätischen Gipfel gerade frei.

Am Abend richte ich mir dann einen schönen „Teneriffa-Teller“ mit den frischen Leckereien von meinem Einkauf an und gönne mir ein Gläschen von dem guten, lokalen Wein. 

Zum Ausklang des Tages gibt es dann noch einen schönen Film oder ein spannendes Fußballspiel. Dank des guten Internets in der Casita ist man ja heute selbst auf der Insel bestens mit der Welt verbunden.

Update von heute:
Die Casita ist gebucht. Der Mietvertrag ist unterwegs. Im Dezember feiere ich ja auch ein Jahr Ruhestand. 
Da passt die Reise perfekt, um in Ruhe das erste Jahr Revue passieren zu lassen.

Weitere Blogbeiträge zu Teneriffa:

https://opas-traumleben.blogspot.com/2025/11/du-warst-noch-nicht-auf-teneriffa-dann.html

https://opas-traumleben.blogspot.com/2025/08/wandern-im-ursprunglichen-norden.html

https://opas-traumleben.blogspot.com/2025/06/teneriffa-liebe-auf-den-zweiten-blick.html

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

👋 Willkommen auf opas-traumleben

🏕️ Opa erzählt Meine Campingleidenschaft – Teil 1: Die Anfänge

Enkelinzeit im Juli - schon Tradition 💕