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Es werden Posts vom Oktober, 2025 angezeigt.

Opa erzählt - Meine Campingleidenschaft Teil 3: Alleine unterwegs 🏕️

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Seit etwa 2017 bin ich dann alleine mit dem Wohnwagen in Urlaub gefahren. Das habe ich zunehmend genossen. Ich habe so wenig Aufwand wie möglich betrieben. Der Wohnwagen enthielt ohnehin alles Notwendige: Geschirr, Gasflasche, interner und externer Kocher, Grill, Besen, Lappen, Putzmittel, Spülmittel, Spülschüssel, Kerzen, Lampen, Wäscheleine, Tisch und Stühle und so weiter. Ich packte nur zu Hause meine Reisetasche, warf sie ins Auto, fuhr zum Unterstellplatz, hängte den Wohnwagen an – und los ging’s. Und weil ich nicht so weit alleine fahren wollte, ging es in die Vogesen nach Frankreich – eine Gegend, die ich ohnehin sehr liebe.  Der einzige Aufwand war, den Dachgepäckträger anzuschrauben und das Fahrrad auf das Dach zu hieven. So hatte ich mein Fahrrad dabei und konnte vom Campingplatz aus Touren unternehmen. Diese Vogesentouren alleine habe ich geliebt, und ich glaube, ich werde es wieder tun – im Ruhestand. 2020, im Corona-Jahr, war ich in der Südpfalz...

Opa erzählt 🏕️ Die Campingleidenschaft lebt- Teil 2

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Als ich meine spätere Frau kennenlernte, teilten wir unsere Campingleidenschaft. Dann ging es mit einem alten Fiesta und einem mittlerweile neu erworbenen Markenzelt von Vaude auf große Fahrt – durch Sardinien oder durch Frankreich, das Eldorado für Campingfans, mit unzähligen Campingplätzen an wunderschönen Orten. Wir blieben immer nur ein paar Nächte an einem Platz und dann ging es weiter. Wir waren auf Entdeckungsreise. Am Anfang saßen wir noch im Schneidersitz auf dem Schlafsack, eine kleine Kühlbox diente uns als Tisch. Aber bald kamen Klappstühle und ein Klapptisch dazu – und eine bessere Kühlbox. Wir hatten Campingkisten mit Gaskocher, Gaslampe, Wäscheleine, Gummihammer und Zeltseilen zum Verstärken des Zelts bei Sturm und Ähnlichem. In einem Jahr packten wir das Vaude Zelt und die Schlafsäcke in Reisetaschen und flogen nach Irland. Wir mieteten ein Auto am Flughafen und das Abenteuer konnte starten... Mit dem Steuer auf der rechten Seite rein in den Linksverkehr... ...

🏕️ Opa erzählt Meine Campingleidenschaft – Teil 1: Die Anfänge

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Kürzlich habe ich auf Instagram eine Comedienne gesehen, die sich über das Camping lustig machte. Das sei etwas für Leute, die keinen richtigen Spaß haben wollten – die in hässlichen Kleidern herumlaufen und Toiletten gerne mit anderen teilen. Bei mir wurde die Campingliebe schon als Kind von meinen Großeltern mütterlicherseits geweckt. Ich war sechs Jahre alt, als sie mich das erste Mal nach Italien mitnahmen, in ihrem VW Käfer, der bis in den letzten Millimeter vollgestopft war mit Campingausrüstung. Mein Großvater zelebrierte das Packen des Käfers, und das beeindruckte mich sehr. Meine Großeltern zelebrierten eigentlich die ganze Campinggeschichte. Das Hauszelt wurde auf einem schönen Stellplatz auf einem sehr großen Campingplatz in der Nähe von Venedig aufgebaut. Um das Zelt herum zog mein Großvater kleine Gräben, falls es regnete. Meine Oma hatte in diesem Zelt eine richtig gut ausgestattete Küche, dazu Tisch und Stühle. Der Campingplatz lag direkt am Meer. Den ganzen ...

Wanderungen rund um das Naturfreundehaus Neustadt – heute Aufstieg zum Königsberg

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In meiner Serie rund um das Naturfreundehaus Neustadt habe ich heute das Ziel angesteuert, das ich neulich wegen des unwegsamen Geländes nicht erreicht hatte: den Königsberg. Weil ich es mir zu Hause erst einmal noch gemütlich gemacht habe, habe ich mich heute für das Auto entschieden und bin zur Haltestelle Siedlerstraße gefahren, wo ich geparkt habe. 🚗 Genauso gut kann man übrigens auch mit dem Bus vom Neustadter Hauptbahnhof hierher gelangen. Mich begrüßte beim Aussteigen ein wunderbarer Herbstwald 🍁, und schon nach den ersten Metern lagen unzählige Kastanien auf dem Weg – in der Pfalz liebevoll „Keschde“ genannt. 🌰 Von der Haltestelle geht es über den Bach und die Treppe hinauf. Dann links auf einem Fahrweg entlang, bis es rechts weiter ansteigt – auf einem schönen Pfad. 🌿 Man gelangt wieder auf einen Fahrweg, dem man noch ein Stück folgt und dann die Linkskurve nach oben mitnimmt, um weiter moderat ansteigend weiterzugehen. Durch die Bäume h...

Opa Linos' Jazzliebe - eine Playlist für graue Herbsttage 🍂

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Heute möchte ich mal wieder etwas in meiner Rubrik Liebe zum Jazz schreiben. Mit dem Jazz ist es ja so eine Sache: Entweder man gehört zu den Jazzliebhaber*innen, die viel hören und sich richtig gut auskennen – oder man ist Teil der großen Mehrheit, die mit Jazz eher wenig anfangen kann und sofort an wilde, schrille Saxofon-Kaskaden mit schrägen Tönen denkt. Aber was alles unter Jazz fällt, ist ein unglaublich weites Feld. Ich habe auf Spotify eine Playlist erstellt, die eher ruhigere, atmosphärische Stücke enthält – Musik, die man meiner Meinung nach ziemlich gut hören kann. Vielleicht habt ihr Lust, euch auf dieses kleine Abenteuer einzulassen. Besonders schön passt sie, finde ich, zur Stimmung eines grauen Herbstsonntags. 🍂 🎧https://open.spotify.com/playlist/3lJWdmfjmqv7HuVXplZB1R?si=K6KsnkG_QSytpG92XWHBiw&pi=DJ1K0TRSQdCLA Ich werde die Playlist regelmäßig um weitere Stücke ergänzen. Freue mich auch über Feedback und Kommentare – ihr könnt direkt ins Kommentarfeld ...

Fröhlicher Sonntag mit dem Enkelmann

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Wenn sich ein 62-jähriger Mann wieder wie ein Dreijähriger verhält, dann kann es nur am Enkelmann liegen. Heute war der Enkelmann am Sonntagvormittag und -mittag im Opa-Häuschen. Es gibt ein paar Sachen, die er immer im Opa-Häuschen machen möchte. Dazu gehört auch Staub wischen. Ich benutze Staubbindetücher aus dem Drogeriemarkt – für ein langes Stängchen für den Boden und ein kurzes Stängchen, mit dem man die Regale und Möbel abstaubt. Das will er regelmäßig machen, wenn er bei mir ist – und so auch dieses Mal. Wenn er mit dem kurzen Staubwedel beginnt und sich gleich mal den Fernseher vornimmt, der natürlich als Erstes abgestaubt werden muss, will er recht bald das lange Stängchen haben, mit dem Opa den Boden wischt. Bevor der Enkelmann zum Opa-Häuschen kommt, brauche ich also nicht aufzuwischen – das erledigen die beiden Männer dann gemeinsam.  Anschließend spielen wir gerne mit Bausteinen auf dem Tisch. Ich habe eine kleine runde Box mit bunten Holzbausteinen, auf d...

Weniger ist mehr – Ausmisten ist Befreiung

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Weniger ist mehr – so lautet die Devise bei mir, wenn es um den Besitz von Gegenständen geht. Jeder kennt es: Mit der Zeit sammelt sich so einiges an. Aber ich bin ein Anhänger des Minimalismus und möchte nur noch die Dinge zu Hause haben, die ich wirklich brauche und benutze. In den letzten Jahren habe ich das auch schon praktiziert. Meinen Kleiderschrank habe ich regelmäßig durchgeschaut und Teile aussortiert, die ich nicht mehr getragen habe. Diese habe ich dann in den Kleidertreff gebracht – ein Beschäftigungsprojekt in unserer Stadt. Frauen arbeiten dort als Wiedereinstieg in das Berufsleben, nehmen gebrauchte Kleidung an, arbeiten sie auf und verkaufen sie dann zu einem günstigen Preis in einem Laden. Auch sonst habe ich mich darum bemüht, Dinge, die ich nicht mehr gebrauche, wegzugeben oder wegzuschmeißen. Wenn ich jetzt in den Ruhestand gehe, habe ich mir vorgenommen, die ganze Wohnung sukzessive und radikal noch einmal durchzuschauen und auszumisten. Ich glaube, da...