Fast 9 Monate in Pension – und der Alltag schmeckt immer besser



Die Ferien sind zu Ende. Schule, Kindergarten – alles läuft wieder an. 

Gestern habe ich meinen kleinen Mann vom Kindergarten abgeholt und es war ein Wiedersehen voller Freude. Auf dem Spielplatz wollte er natürlich alle Spiele machen, die er so gerne mit dem Opa spielt.

Mama musste länger arbeiten und ich schlug vor, zwei Dönerteller zu besorgen. Beim Dönerladen gab es viel zu sehen: Der Dönermann bereitete mit viel Liebe und Geschick eine frische Pizza zu und schob das Ganze in den heißen Pizzaofen.
Mit seinem elektrischen Messer schnitt er Fleisch vom Drehspieß.    Die Pommes wanderten in sprudelndes, heißes Fett. 

Auf Opas Arm wollte der Schatz alles genau beobachten – und bei der Gelegenheit wurde dann auch noch mit dem Opa geschmust. 

Nach dem Essen wurde natürlich auch zu Hause noch ein bisschen gespielt, bis der Opa sagte: „Abschlussspiel!“ Mit diesen Ritualen klappt es mittlerweile ganz gut, den Abschied zu erleichtern.


Heute ist Mittwoch und Opas Wandertag. Vorher musste aber noch der Garten gewässert werden: Seit Wochen kein Regen und eine Hitzewelle nach der anderen. 

Für den Wandertag hatte ich mir mal wieder das Naturfreundehaus Neustadt vorgenommen. Das hat mittwochs bis sonntags geöffnet. Ich habe an der Haltestelle Siedlerstraße geparkt, am Eingang des Heidenbrunnertals, und wollte mal eine neue Tour ausprobieren.

Diesmal ging es nach Westen über einen Waldweg erstmal durch die Siedlung und weiter hinten in den Wald auf einen Pfad, der oberhalb des Tals verläuft, welches nach Lambrecht führt. Dieser Pfad ist sehr schön und steigt gemächlich bergan. Nur die Straße hört man natürlich von unten etwas. 


Schließlich geht es links steil nach oben. Über zahllose Kehren windet sich der Pfad, bis man schließlich oben auf dem Stenzelberg ankommt und dort auf einen wunderbaren Fahrweg trifft. 


Hier bin ich quasi oben in das Heidenbrunnertal hineingelaufen und habe nach Osten geschaut – auf Neustadt, die Wolfsburg und die Rheinebene.

Besonders schön war dieser Fahrweg, der gemütlich auf der Höhe entlangging und dann in zwei oder drei Kehren hinab ins Heidenbrunnertal direkt zum Naturfreundehaus führte. 

Dort war wirklich kaum was los um 14 Uhr am Mittwoch. Ganz alleine saß ich im Schatten im Freien und genoss meine Bratwurst mit Sauerkraut sowie mein alkoholfreies Valentins-Weizen. 


Ein angenehmer, leichter Wind umwehte mich dabei.
Genauso hatte ich mir das vorgestellt. Unter der Woche in den Pfälzer Wald und die herrliche Ruhe genießen.

In 20 Minuten ist man wieder zurück an der Haltestelle Siedlerstraße. Dort saßen schon drei Rentnerkollegen und warteten auf den Bus. Ich hatte ja heute das Auto dabei, und in weniger als einer halben Stunde war ich bereits in der Heimat und setzte meinen perfekten Pensionärs-Mittwoch mit einem schönen Milchkaffee im nahegelegenen Bäckerei-Café fort.

Fast neun Monate bin ich jetzt in Pension. Ich liebe diese freien Tage, an denen ich machen kann, was ich will. 
Und auch die Family-Care-Arbeit mache ich gerne – wenn die Dosis stimmt.

Link zur Tour:
https://www.komoot.de/tour/3192792366?ref=aso&share_token=aEirf2kjaNan3FZ7VNbWaVD4lAD8LZBArhIwJ8ndv83e5wnch6&t_s=referral&t_cid=route_share

Kommentare

  1. Ach herrlich erfrischend deine Erzählungen mit den Fotos , ein liebevoller Opa gibst du ab und dein geniessen deine Freiheit ohne Arbeit . schon wieder 9Monaten her , nah du machst es doch richtig so solls auch sein!!!
    Hab noch viele schöne Ausflüge und und in deinen Garten und mit Enkel!
    Herzliches Gruss Elke

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