Olá Algarve – Bom Dia Erholung!
Um 5:15 Uhr war ich dann doch einigermaßen fit und stand um 6:37 Uhr an der Bushaltestelle – mit meinem Cabin Max Rucksack hinten und meinem Daypack vorne. Alles klappte wie am Schnürchen.
Am Flughafen war ich ruckzuck durch die Sicherheitskontrolle. Man musste gar nichts mehr auspacken, die modernen Scanner erledigen das. Nur Gürtel, Jacke und die Wanderschuhe ausziehen, das muss man noch. Aber es war gar nicht voll und so ging es flott!
An den Lufthansa-Gates geht es überall sehr gechillt zu. Überall stehen große Kaffeeautomaten. Und was ich neu gelernt habe: Man nimmt eine leere Flasche mit durch die Sicherheitskontrolle und füllt sie an extra dafür vorgesehenen Trinkwasserbrunnen auf, die an verschiedenen Stellen zwischen den Gates zur Verfügung stehen.
Irgendwann fiel mir auf, dass an meinem Gate so viele junge Frauen und Männer in schwarzen Trainingsanzügen mit dem Eintracht-Emblem in Gruppen zusammensaßen. Und als ich dann im Bus, der uns zu einer Außenposition brachte, die deutsche Nationalspielerin Nicole Anyomi sah, wollte ich meinen Augen nicht trauen. Es stellte sich heraus, dass die Eintracht-Frauen ins Trainingslager an die Algarve mit demselben Flieger unterwegs waren. Sehr cool!
Sie hatten ihre eigene Media-Crew dabei, welche Fotos und Filmchen für Social Media machte – kleine Interviews im Flughafen und auch im Flugzeug. Die Stimmung im Flieger war dadurch irgendwie besser.
Der Flug ging flott und problemlos. Der Faro Airport liegt am Meer und die Flieger aus dem Norden fliegen ein Stück aufs Meer hinaus, um dann entlang der Küste den Landeanflug auf den Faro Airport zu machen.
Ich glaube, ich war als Erster durch die Ausgangstür mit meinem Handgepäck. Am Faro Airport war nicht viel los und auch bei den Autovermietungen war kaum Betrieb. Keine zehn Minuten später saß ich schon in meinem kleinen Fiat.
Und keine halbe Stunde später war ich schon bei Heidi und Jens auf ihrem traumhaften Anwesen in den grünen Hügeln hinter der Ria Formosa.
Sie haben sich dort eine wundervolle Oase geschaffen – mit viel Liebe!
Heidi führte mich durch mein kleines Domizil: das Studio. Ein bisschen wie ein Tiny House auf 25 Quadratmetern, mit einer wundervollen Terrasse und einer riesengroßen Dachterrasse mit Blickrichtung Meer.
Weil noch ein wenig Kaffee von den Vormietern im Glas war, konnte ich mir schon einen Nachmittagskaffee zubereiten und ihn auf der Terrasse bei 16 Grad genießen. Die würzige, milde Luft, das Vogelgezwitscher, der tolle Ausblick – welch ein Gegensatz zum kalten Deutschland, wo ich bei leichtem Regen und zwei Grad am Morgen gestartet war.
Nach dem Kaffeetrinken und gemütlichen Auspacken ging es zum Lidl, um alles Grundlegende einzukaufen. Ein schöner Sonnenuntergang begleitete meine Rückfahrt.
In meinem Tiny House gab es dann eine „Gemüse-Paella à la Opalino“ mit Chouriço, Kichererbsen und Couve – das ist der typische grüne Kohl, den man hier bekommt. Vor der Tür haben Heidi und Jens reichlich Kräuter angebaut, an denen man sich bedienen kann. Eine Flasche Wein als Willkommensgruß erwartete mich schon und passte vorzüglich zu meinem würzigen Gericht.
Nun sitze ich hier mit meinem Glas Wein, schreibe diesen Blogbeitrag und lasse den gelungenen Reisetag noch einmal Revue passieren. Alles hat wirklich prima geklappt und trotzdem ist die Reiserei immer ein gewisser Stress.
Morgen soll Opas Algarve-Kur beginnen. Die Wettervorhersage ist gut.
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