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Es werden Posts vom Dezember, 2025 angezeigt.

Rückblick, Ausblick und ein großes Dankeschön

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Am 15. Mai habe ich diesen Blog gestartet. Ich konnte es einfach nicht abwarten! Dabei hat „Opas Traumleben“ eigentlich erst am 1.12. so richtig begonnen. Aber das Kind wollte schon raus, und im Nachhinein gesehen war es genau richtig so. Ich habe mich mit der Rückschau auf das Berufsleben beschäftigt und nach vorne geschaut. Dabei habe ich mein Augenmerk schon ein wenig auf meine Herzensthemen gelenkt. Ich habe mir selbst eine kleine Brücke vom Berufsleben in den Ruhestand geschlagen und Erfahrungen mit dem Bloggen gesammelt. Und was soll ich sagen: Es macht mir Spaß, und offensichtlich gefallen euch meine Beiträge auch. Über 10.000 Aufrufe meiner Blogbeiträge und zahlreiche Kommentare und Rückmeldungen bis heute – dafür möchte ich mich herzlich bei euch bedanken und meine Freude darüber zum Ausdruck bringen.  Bleibt mir auch in 2026 treu und gebt mir jederzeit gerne Feedback und Anregungen. Jetzt beginnt „Opas Traumleben“ eigentlich so richti...

Von der Rosaune, dem Werkzeugkasten und zwei Hunden

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Heute war ich um 10 Uhr beim Enkelmann. Als ich kam, juchzte er laut und rief: „Opa, Opa!“ Das ist wirklich schön, wenn man das erleben darf.  Die Spiele, die wir zusammen machen, gefallen ihm und er möchte dann möglichst alles mit dem Opa spielen, was er gerne mit dem Opa spielt.  Alles abarbeiten wie eine  Checkliste 😁 Besonders im Opa-Häuschen ist das der Fall. Im Auto hatten wir schon Musik gehört, wie immer, und zu Hause wollte er mehr. Er liebt es, wenn ich die Bluetooth-Box anmache und ordentlich Volume gebe. Über Spotify sind wir irgendwann mal zu disco-funkigen, groovigen Nummern aus den 80er Jahren gekommen. Und das will er wieder hören. Zudem hatte ich auch beim Einsatz der entsprechenden Instrumente oft gerufen: „Gitarre!“ oder „Trompete!“, „Saxophon!“. Oder wir singen Passagen mit oder Background-Vocals wie: „Uhhh-Ahhh“. Im Opa-Häuschen will er das immer wieder haben. Dann wird auch ausgelassen getanzt und Luftgitarre gespielt. Mein Yoga-Bolster wird...

Vom Müssen zum Dürfen – Zeit für mich, endlich

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Im Dezember 2021 war ich zu einer Reha in St. Peter-Ording, wo ich bereits 2013 vier Wochen zur Reha gewesen bin. Jetzt bin ich seit dem 1. Dezember 2025 in Pension.  Damals hatte ich erwirkt, dass ich nach der Reha noch krankgeschrieben war. So konnte ich ohne Druck die Anwendungen aus der Reha in meinen Alltag übernehmen – eine wirklich gute Sache für mich. Ich bin Wandern gegangen, habe regelmäßig Nordic Walking gemacht, Yoga zu Hause praktiziert und Entspannungsübungen eingebaut. Und jetzt, vier Jahre später, muss ich gar nicht mehr zum Dienst zurück 😉.  Ich kann entspannt schauen, was mir gut tut. Yoga nach dem Frühstück, abends noch eine entspannende Einheit, eine Nordic-Walking-Einheit vor dem Mittagessen – das gehört jetzt zu meinem Tagesrhythmus. Vielleicht probiere ich auch mal wieder schwimmen zu gehen. Mein früherer Hausarzt hatte mir das immer empfohlen.  Im Berufsalltag habe ich es nie gemacht – Wasser ist ja nass 😅, und dann das An...

Von Morgenrot zu Abendrot: Eine Winterwanderung zum Weinbiet

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Heute begrüßte mich schon direkt nach dem Aufstehen ein herrliches Morgenrot beim Hochziehen der Rollläden. Um 8:45 Uhr lugte die Sonne dann hinter den benachbarten Reihenhäuschen hervor und begann, in meine Wohnung zu scheinen. In Vorfreude auf den Tag genoss ich meinen Kaffee, und um kurz nach 10 Uhr stand ich parat an der S-Bahn-Haltestelle, in der mein Freund bereits saß und den ich freudig begrüßte. Unser Plan für heute: Von Lambrecht in der Pfalz über Lindenberg hinauf auf das Weinbiet bei Neustadt. Bei unserer Ankunft lag Lambrecht noch teilweise im Schatten; die Sonne war erst vor Kurzem über die Pfälzer Berghöhen geklettert. Der Weg verlief zunächst ganz entspannt bis nach Lindenberg, durch den Ort und dann hinten in den Wald hinein. Erst auf Forstwegen und später auf einem schönen Pfad in Serpentinen nach oben. Das letzte Stück zum Gipfel ist fast schon eine „Wander-Autobahn“. Dank unserer lebhaften Gespräche verging die Zeit wie im Flug. A...

Freiheit und Leichtigkeit – Mein Weg ins Traumleben

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Morgens den Tag gemütlich beginnen – das ist wirklich Traumleben und die große Errungenschaft und Freiheit des Ruhestandes! Nach dem gemütlichen Frühstücken und Kaffeetrinken habe ich oft schon Lust zu kochen und überlege mir, was ich machen könnte. Kochen ist für mich keine anstrengende Pflicht, sondern eine sinnliche, vergnügliche und kreative Tätigkeit. Ich schalte mir dazu eine schöne Jazz-Playlist über Spotify ein: sei es die „Daylist“, die vorgeschlagen wird, eine meiner eigenen Playlists oder vielleicht mal eine neue, die ich heraussuche. ​So tauche ich dann richtig ein und ab in das Kochen. Es hat etwas regelrecht Meditatives. Dann die Düfte, die beim Kochen entstehen; die Gewürze, die ich gerne in meinem Mörser sanft zerstoße und die dann in der Pfanne ihr volles Aroma entwickeln. Und dazu die Vorfreude auf das leckere Essen! ​Nach dem Kochen plane ich gerne eine Aktivität ein, wie spazieren gehen, Nordic Walking oder auch einkaufen gehen. Wenn ich zurückkomme, f...

Was Opas Wohnzimmer alles ist 🐼

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Die Kinder schleppen vom Kindergarten immer einen Haufen Viren herbei. So auch der Enkelmann im November 👶. Und irgendwann hat es dann die ganze Familie erwischt. Alle hingen früher oder später drin, der Enkelmann selber genauso wie die ganzen Familienmitglieder. Kurz vor Weihnachten haben wir beschlossen, ihn mit vereinten Großelternkräften selbst zu betreuen, zumal im Kindergarten wieder alle denkbaren Viren grassierten. Gut, dass auch Opa wieder einigermaßen fit ist und ja auch in Pension 🎄. Passend zur Pension ist allerdings Opas Auto kaputtgegangen 🚗.  Das Gute daran:   Opa geht jetzt mehr zu Fuß, fährt Fahrrad und nutzt die öffentlichen Verkehrsmittel. Mehr Bewegung, frische Luft und kostenloses Training – ganz ohne Fitnessstudio. Der Enkelmann wurde mit dem ÖPNV abgeholt 🚋. Und er fand das natürlich super. Mittlerweile traut er sich schon, mit den Bahnen zu fahren, sitzt aber weiterhin auf Opas Schoß. Diese Fahrten sind für uns beide jedes Mal ein ...

Meine Gitarrenhelden: Heute John Abercrombie🎸

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Heute ist der 16. Dezember. An diesem Tag im Jahr 1944 wurde John Abercrombie geboren. Ich habe ja schon einmal einen Blogbeitrag zum Thema ECM geschrieben: https://opas-traumleben.blogspot.com/2025/05/meine-begeisterung-fur-ecm-und-den-jazz.html John Abercrombie hat zahlreiche Alben auf ECM veröffentlicht. Er gehört zu meinen absoluten Gitarrenhelden. Sein melodiöses, einfühlsames und besonderes Gitarrenspiel hat mich sehr berührt und beeindruckt und tut es noch. In den frühen 1970er-Jahren hat er, so habe ich gelesen, auch mit den Brecker Brothers in der New Yorker Szene gespielt und Jazz-Rock-Fusion gemacht. In den 80er Jahren hat Michael Brecker auf mehreren Alben gespielt. Ein Album, das mich besonders fasziniert hat und das mich bis heute begleitet, ist Sargasso Sea aus dem Jahr 1976, das er im Duo mit Ralph Towner aufgenommen hat. Fünf Jahre später haben sie noch ein zweites Album aufgenommen. Es heißt Five Years Later und erschien Anfang 1982. Ich weiß n...

Pasta con le Fave – ein kleines Wohlfühlgericht aus Opas Küche

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Hier kommt wieder ein gesundes, einfaches Pastagericht. Pasta mit dicken Bohnen. Ich habe Vollkornpasta verwendet. Für die Pasta setze ich Salzwasser auf. Und dann bereite ich in einer Alu-Pfanne mein Sugo zu. Eine Zwiebel und zwei Knoblauchzehen, ein Viertel Fenchel, eine halbe rote Spitzpaprika und drei dünne Scheiben Bacon werden klein geschnitten und in Olivenöl angebraten. Dann kommen die dicken Bohnen aus dem Glas dazu. Bei Aldi Süd habe ich ein Gläschen in Bioqualität erstanden. Aldi Süd hat ja ein ziemlich gutes Sortiment an Bio-Lebensmitteln. Mittlerweile auch die neue Serie NUR NUR NATUR, die einen sehr hohen Bio-Standard verspricht. Das Ganze hat ja sein Gutes und sein Schlechtes. Einerseits werden diese hochwertigen Bio-Produkte einer breiten Käuferschaft nähergebracht. Andererseits machen die großen Discounter und Supermärkte durch ihre Marktmacht einen enormen Preisdruck auf die Erzeuger. Da bin ich immer so hin- und hergerissen. Allerdings habe ich in der Näh...

Enkelmann hat Opa-Tag

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Seit dem 1.12. bin ich in Pension, und für den 9.12. stand im Kalender: Enkelmann betreuen. Der Kindergarten hatte einen Planungstag und war geschlossen. Auch wenn ich immer noch nicht richtig fit bin und mit Symptomen der Erkältung kämpfe – meinen Opa-Dienst wollte ich unbedingt erfüllen. Auch wenn das nicht unanspruchsvoll ist mit dem kleinen Schatz, so ist es für mich eine schöne Aufgabe. Ich bin so gerne mit ihm zusammen. So stand ich um 7:50 Uhr in der Wohnung meiner Tochter bereit, um den Enkelmann zu übernehmen. Mein Plan für heute: ins Opa-Häuschen fahren, dort schön Mittagessen und nachmittags noch ein bisschen rausgehen. Aber der kleine Mann hat natürlich seinen eigenen Kopf. Er wollte erst mal nur zu Hause bleiben und mit mir spielen. So bauten wir mit den Legosteinen ein großes Gehege, malten im Peppa Pig-Weihnachtsbuch und klebten fleißig Aufkleber. Mit seinen Dinos musste gekämpft werden, und ich war immer am Verhandeln mit ihm, ob er jetzt Kleider anzieht und...

Michael Brecker – Einer der größten Tenorsaxophonisten unserer Zeit

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Kennt ihr schon Michael Brecker? Einer der herausragenden Tenorsaxophonisten unserer Zeit. Leider ist er viel zu früh gestorben – 2007 an Leukämie. Ich kann mich noch gut erinnern, wie sehr mich die Nachricht damals geschockt hat. Michael Brecker war eines meiner Idole. Er hat nicht nur mit den ganz großen Jazzmusikern gespielt, sondern auch auf vielen Pop- und Rockalben mitgewirkt – zum Beispiel bei Paul Simon, Frank Zappa, Bruce Springsteen, Aerosmith, Eric Clapton, Joni Mitchell, Steely Dan oder Dire Straits. Erst 1987 hat er seine erste LP unter eigenem Namen veröffentlicht. Aber von Anfang an: Michael Brecker wurde am 29. März 1949 in Philadelphia in eine musikalische Familie hineingeboren. Der Vater – ein Anwalt und Jazzpianist – spielte seinen kleinen Söhnen ununterbrochen Jazzplatten vor und nahm Michael und seinen vier Jahre älteren Bruder Randy zu Konzerten von Miles Davis, Thelonious Monk, Duke Ellington und anderen Jazzlegenden mit. Als für sie die Zeit gekommen...

Opa hat einen Traum

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Ich habe ja mal angekündigt, mich auch zu Politik und Zeitgeschehen äußern zu wollen. Das möchte ich heute mal machen. Ich verfolge die aktuelle Politik – auch wenn es mir manchmal weh tut – und möchte hier ein paar Gedanken aufschreiben. Wollen wir nicht in einer Gesellschaft leben, die solidarisch ist und in der gegenseitige Unterstützung und Nächstenliebe etwas gelten? Haben wir als eines der reichsten Länder der Welt nicht längst die Möglichkeit, unseren Wohlstand besser zu verteilen und allen ein gutes Auskommen zu ermöglichen? Müsste unsere Steuerpolitik nicht gerechter sein, damit diejenigen, die sehr viel haben, auch einen angemessenen Beitrag leisten? Mich macht es wütend, wenn ich erlebe, wie die neue Regierung Stimmung gegen Arme und Migranten macht, sie als Sündenböcke hinstellt – und damit von den eigentlichen Ungerechtigkeiten ablenkt. Davon, dass Reiche immer reicher werden. Davon, dass es unzählige Schlupflöcher gibt, durch die große Vermögen und Gewinne dem...