How to make the best out of this Hitzetag


Ich habe mir heute mal den Wecker auf 6 Uhr gestellt. Für 6 Uhr hatten sie 19 Grad vorhergesagt und ich wollte die Fenster aufreißen. Um 23 Uhr waren es noch 28 Grad. Keine gute Idee, zu diesem Zeitpunkt schon alles aufzumachen – zumal in der Wohnung noch 23 Grad herrschten.

Um 6 Uhr bin ich tatsächlich aufgestanden und habe alles aufgemacht und durchgelüftet. 20 Grad sagte die Wetter-App.
Danach gemütlich Kaffee auf dem Balkon getrunken und die Morgenstille genossen.

Um 7 Uhr war ich schon mit dem Staubsauger unterwegs in der Wohnung. Danach habe ich alle Rollläden schon wieder runtergelassen. Meine Fenster stelle ich dann immer auf Sparlüftung oder Mikro-Kippstellung. 
Kennt ihr das? 
45° von oben gesehen steht der Fenstergriff und das Fenster öffnet sich für einen winzigen Spalt. So findet wenigstens etwas Luftaustausch statt, aber es kommt keine Hitze in die Wohnung. Die Rollläden werden nicht völlig heruntergelassen, sondern so, dass die Schlitze zu sehen sind.

Aus einer dicken Gartengurke entstand noch ein leckerer Gurkensalat mit Joghurt, Dill und Zwiebeln. Für das sommerliche Mittagessen durfte er schon mal im Kühlschrank durchziehen.

Nach dem Duschen ging es dann mit dem Fahrrad schon in den Garten. Früher bin ich diese Strecke um diese Zeit zur Arbeit gefahren. Welch ein Glücksgefühl, heute nur in den Garten fahren zu müssen! Wie habe ich diesen Zustand herbeigesehnt ...


Die morgendliche Gartenstimmung war wirklich wunderschön: Angenehme 26 Grad um 9 Uhr und dazu ein leichtes Lüftchen. Wahrscheinlich waren das schon die ersten Boten des Sturmes, der für den Nachmittag angekündigt war.
Gemütlich mit der Gießkanne gegossen und den Rasensprenger angemacht. Vom Sitzplatz aus dann das gleichmäßige Hin und Her des Wassers zu betrachten – eine meditative Freude! Dazu gab es einen frisch aufgebrühten Kaffee aus dem Espressokännchen und ein paar italienische Kekse.


Auf der Rückfahrt mit dem Rad lachte mich beim TAD-Bäcker ein Gözleme an – frisch zubereitet, mit Spinat und Käse gefüllt. Und dann noch ein Pide.
Bei 23,5 Grad im Wohnzimmer ließ ich mir mein Hitzetag-Festessen schmecken: Gurkensalat und aufgeschnittene Tomaten mit Basilikum – alles frisch aus dem Garten. Dazu leckere, saftige Stücke vom Gözleme und Pide zum Reintunken.

Zu Opas Traumleben gehört nach dem Mittagessen ja dann auch noch ein schöner Mittagsschlaf. Während draußen das Thermometer auf 37 Grad klettert, kann man bei 24 Grad in der Wohnung doch herrlich chillen.

Meine Freunde und Kolleginnen beneide ich nicht, wenn sie heute im Büro ausharren müssen. Ich hoffe sehr, viele von ihnen konnten heute im Homeoffice ihren Dienst leisten.

Ferienzeit in der Heimat genießen – das kann man hier wirklich gut: Türkische Bäckereien und Supermärkte, arabische Geschäfte, Balkan-Bäcker, ein italienischer Supermarkt mit Bäckerei und so weiter und so fort.

Und endlich hat auch mal wieder ein deutsches Wirtshaus aufgemacht: Das Wirtshaus am Münzplatz in Mannheim mit Augustiner-Bier vom Fass und bayerisch-kurpfälzischer, traditioneller Kost.

Nach dem Mittagsschlaf ging es dann heute mal mit der Straßenbahn in die Stadt. Eine schöne Tasse Kaffee bei Tchibo getrunken, wo es sehr gut klimatisiert war. Und dann ins Augustiner zum Treffen mit den Freunden.

Ein rundum gelungener Tag – und abends hatte sich auch die Hitze verzogen.

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