Ein toller Abend in der alten Feuerwache Mannheim mit Erinnerungen an die 80er Jahre
Ich erinnere mich noch an die Zeit vor dem Umbau, der 1979 bis 81 stattgefunden hat. In der alten Fahrzeughalle, die damals noch nicht das Gesicht von heute hatte, wurden Konzerte veranstaltet. Man kämpfte für den Erhalt der Feuerwache als Kulturzentrum, weil im Gespräch war, die Feuerwache für die Neckarufer-Nordbebauung abzureißen.
Eine aktive Szene gründete sich, engagierte sich damals und schaffte es, die Feuerwache zu erhalten und zu einem Kulturzentrum umzubauen.
Heute ist die Feuerwache nicht mehr wegzudenken. Mannheim ist zu einem kulturellen Zentrum für Jazz und Popularmusik in Deutschland geworden.
Aus den Musikerinitiativen gründete sich 1986 die IG Jazz Rhein-Neckar. Dieses Jahr feiert sie ihr 40-jähriges Bestehen. Das Jubiläumskonzert findet am Freitag, den 15. Mai 2026, in der Alten Feuerwache statt. Im Zentrum des Abends wird eine eigens für diesen Anlass zusammengestellte Bigband unter der Leitung von Prof. Hendrika Entzian stehen.
Gestern fand das Professoren-Konzert der Hochschule statt, welches ca. einmal im Jahr ausgerichtet wird. Mit dabei waren: Prof. Rainer Böhm (Klavier), Prof. Fola Dada (Jazz-Gesang), Prof. Alberto Garcia (Percussion), Prof. Peter Gall (Schlagzeug), Prof. Bernhard Meyer (E-Bass), Prof. Matthias Akeo Nowak (Kontrabass), Prof. Stefan Karl Schmid (Saxophone), Prof. Janning Trumann (Posaune) und Prof. Stefan Zimmermann (Trompete).
Das Programm wurde von dem neuen Percussion-Professor Alberto Garcia zusammengestellt und war dementsprechend Latin-orientiert und groovy. Es wurden Stücke wie „Aquelas Coisas Todas“ von Toninho Horta, „Manteca“ von Chano Pozo und „Yatra-Ta“ von Tânia Maria gespielt. Auch Klassiker wie Thelonious Monks „Evidence“ oder Walter Donaldsons „Love Me or Leave Me“ waren Teil dieses wunderbaren Abends.
Es war wirklich ein tolles Konzert. Alle spielten prima zusammen. Die Feuerwache war am gestrigen Abend richtig voll und keiner bereute sein Kommen. Besonders geflasht war ich von der Interpretation des Stückes „Evidence“ von Thelonious Monk. Leider konnte ich nicht herausfinden, wer dieses tolle Arrangement geschrieben hatte. Besonders herausragend war auch das Spiel des Pianisten Rainer Böhm.
Rainer Böhm Piano
Der Eintritt war übrigens frei; man konnte am Ausgang eine Spende einwerfen und auch CDs von den Musikern erwerben. Die Hochschule veranstaltet zahlreiche interessante Konzerte – für alle Musikinteressierten eine absolute Empfehlung.
Aktuelle Veranstaltungen der Musikhochschule Mannheim findet man hier:
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