Der erste Tag: homöopathische Erstverschlimmerung
Morgens empfing mich ein Morgenrot vom Feinsten und eine aufgehende Sonne, die direkt in mein Tiny House schien.
Es war noch sehr kühl und sehr feucht draußen, vielleicht 7 Grad. Deshalb Frühstück indoor, aber mit Blick durch das Fenster auf die Terrasse und auf das kleine Tal vor mir mit den schönen grünen Bäumen und auf das Anwesen auf dem Hügel gegenüber mit den Palmen und Zypressen.
Es zog mich nach draußen und um 10 Uhr war ich schon unterwegs mit meinem kleinen Fiat nach Fuseta.
Ich steuerte einen Parkplatz direkt vor dem Strand von Fuseta an. Der Strand liegt an der Ria, also nicht am offenen Meer. Um ans offene Meer zu kommen, muss man mit der Fähre auf die vorgelagerten Inseln fahren. Die Portugiesen lieben offenkundig Märkte am Sonntag.
Ein Flohmarkt fand statt und es war einiges los. Ich fand noch einen Parkplatz für meinen kleinen Flitzer gleich am Kanal, der von der Ria abzweigt und sich entlang des Ortes zieht, mit zahlreichen Booten.
Der Strand an der Ria ist eigentlich ganz nett. Ganz flach geht es ins Wasser und für Kinder ist das perfekt.
Ich wollte den schönen Weg entlang der Ria laufen. Er ist schön angelegt und trägt den Namen Ecovia. Er führt entlang der Wasserbecken und Marschlandschaft mit ihren Vögeln.
Auch die Eisenbahnlinie führt dort entlang. Nach einiger Zeit entschloss ich mich rechts die Eisenbahnlinie zu überqueren und zurückzuwandern. Die ersten blühenden Mandelbäume begleiteten mich.
Der Weg führte ein wenig oberhalb von Fuseta entlang mit tollem Blick auf die Kirche Nossa Senhora do Carmo und das blaue Meer im Hintergrund.
Aber ich fühlte mich nicht richtig fit. Trotz der herrlichen Natur und den tollen Ausblicken merkte ich meinen schmerzenden Nacken mit leichtem Kopfweh, und ein Gefühl von Schlappheit machte sich breit.
Auf dem schönen grünen Weg kam mir plötzlich ein großer schwarzer Hund bellend entgegen, und ich beschloss umzudrehen und einen anderen Weg zu nehmen, der mich über die Bahnlinie führte und direkt in den Ort und entlang des Kanals zurück zum Auto. Die 6,7 km waren mir gerade genug. Ich denke, ich habe einen leichten Infekt aus Deutschland mitgebracht und dann der Stress des Reisetages.
In meiner Wohlfühloase versuchte ich mich bei einem frischen mediterranen Salat auf der Terrasse zu entspannen. In der Mittagssonne und windgeschützt auf der Terrasse konnte man im T-Shirt sitzen und Kaffee trinken. Ich legte mich ein wenig auf die Liege auf der Dachterrasse in die Sonne, beschloss dann aber, im Bett einen kleinen Mittagsschlaf abzuhalten.
Ich glaube, ich schlief ziemlich schnell ein und nach einer halben Stunde klingelte mein Handy. Durch den Mittagsschlaf war es ein wenig besser geworden. Der blaue Himmel und die schöne Sonne zogen mich noch einmal nach draußen. Heidi hatte von einem schön angelegten Park an der Ria erzählt, ganz in der Nähe am Ortsrand von Olhão: Parque Natural da Ria Formosa, Quinta de Marim. Keine 10 Minuten mit dem Auto. Für 3,20 € darf man den tollen Rundweg durch den Park machen.
Hier ein paar Impressionen:
Ein Stück weiter im Gewerbegebiet befindet sich ein Intermarché. Sonntags geöffnet. So konnte ich noch ein paar Besorgungen machen, vor allem frisches Brot kaufen.
Aber ich merkte, dass ich schlapp bin.
Das Programm war vielleicht ein wenig viel heute für den ersten Tag. Das tolle Wetter hatte mich so inspiriert, aber der Körper spielte nicht so richtig mit. Zu Hause wurde erst mal gechillt bei einer schönen Jazz-Playlist, und dann gab es noch eine Algarve-Pfanne mit meinen vorgekochten Kartoffeln, etwas Chorizo, etwas Zucchini, einer rosa Zwiebel und einer Knoblauchzehe mit reichlich syrischem Oregano, der vor meiner Tür wächst – und natürlich von dem portugiesischen Kohl. Ich muss sagen: saulecker!!
Gönnte mir noch ein kleines Sagres dazu.🍺
Dann habe ich im Bett gechillt und noch ein wenig „Lost in Fuseta“ gelesen. Ich hatte ja gehofft, meine Sozialarbeiter-Kollegin Soraia Rosado in Fuseta zu treffen, aber leider nein! Ich lese gerade den dritten Band „Weiße Fracht“, und da sollen sich ja Leander und Soraia näherkommen... Die ersten beiden Bände wurden im deutschen Fernsehen verfilmt und können in der Mediathek abgerufen werden. Sehr lohnenswert!
Morgen werde ich es ruhiger angehen. Es soll auch bewölkt werden. Mal schauen!
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