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Das Erbe des Hamsterrads: Wenn die Ruhe gegen Komoot gewinnt

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Aus dem Hamsterrad-Modus in einen entspannten Alltag umzuschalten, ist gar nicht so einfach.  Die Folgen dieser angespannten Lebensweise sind schmerzende, harte Schulter- und Nackenpartien, verbunden mit einem leichten, dumpfen Kopfweh. Dazu häufige Infekte im Winterhalbjahr mit verstopften Nebenhöhlen und ein nervöser Magen-Darm-Bereich. Diese Symptome begleiten mich seit Jahren. Und sie dienten auch dazu, mir zwischendurch eine kleine Auszeit zu verschaffen. Das sind also Muster, die man über Jahre praktiziert – und sie haben ja auch ihren Sinn.  Jetzt kann man nicht einfach den Schalter umlegen und sagen: Weg damit, ich brauche euch nicht mehr.  Man würde ja gerne als neuer Mensch in die Pension starten. Aber man startet ja mit 63. Auch wenn die Last der Arbeit jetzt wegfällt, hat sie sich über diese lange Lebenszeit im Körper und in der Seele festgesetzt. Ich glaube, ich muss erst mal akzeptieren, dass ich diese Symptome habe, und sie annehmen. Sie signali...

Der erste Tag: homöopathische Erstverschlimmerung

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Mein erster Tag meiner Algarve-Kur hatte was von homöopathischer Erstverschlimmerung. Aber der Reihe nach. Morgens empfing mich ein Morgenrot vom Feinsten und eine aufgehende Sonne, die direkt in mein Tiny House schien.  Es war noch sehr kühl und sehr feucht draußen, vielleicht 7 Grad. Deshalb Frühstück indoor, aber mit Blick durch das Fenster auf die Terrasse und auf das kleine Tal vor mir mit den schönen grünen Bäumen und auf das Anwesen auf dem Hügel gegenüber mit den Palmen und Zypressen. Es zog mich nach draußen und um 10 Uhr war ich schon unterwegs mit meinem kleinen Fiat nach Fuseta.  Ich steuerte einen Parkplatz direkt vor dem Strand von Fuseta an. Der Strand liegt an der Ria, also nicht am offenen Meer. Um ans offene Meer zu kommen, muss man mit der Fähre auf die vorgelagerten Inseln fahren. Die Portugiesen lieben offenkundig Märkte am Sonntag.  Ein Flohmarkt fand statt und es war einiges los. Ich fand noch einen Parkplatz für ...

Olá Algarve – Bom Dia Erholung!

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Der Tag begann heute um 5:15 Uhr. Aber wirklich gut geschlafen habe ich nicht. Eine gewisse Aufregung konnte ich nicht verleugnen, obwohl alles geplant und vorbereitet war. Vielleicht ist es das Alter. Oder war es schon immer so? Um 5:15 Uhr war ich dann doch einigermaßen fit und stand um 6:37 Uhr an der Bushaltestelle – mit meinem Cabin Max Rucksack hinten und meinem Daypack vorne. Alles klappte wie am Schnürchen.  Am Flughafen war ich ruckzuck durch die Sicherheitskontrolle. Man musste gar nichts mehr auspacken, die modernen Scanner erledigen das. Nur Gürtel, Jacke und die Wanderschuhe ausziehen, das muss man noch. Aber es war gar nicht voll und so ging es flott! An den Lufthansa-Gates geht es überall sehr gechillt zu. Überall stehen große Kaffeeautomaten. Und was ich neu gelernt habe: Man nimmt eine leere Flasche mit durch die Sicherheitskontrolle und füllt sie an extra dafür vorgesehenen Trinkwasserbrunnen auf, die an verschiedenen Stellen zwischen den Gates zur Ver...

Der Kurschatten bin ich. Meine Reise zur Reha ohne Rezept an die Algarve☀️

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Heute Morgen −7°. Ich schaue in die Wetter-App und switche rüber nach Olhão, gespeichert unter „Meine Orte“. 10° zeigt sie für den frühen Morgen, 14 sollen es heute noch werden. Sonne! Nächste Woche dann 16, 17, 18 Grad. Juhu! Meine Vorfreude steigt. Minimalismus im Gepäck Eine Packliste für meine Reise habe ich schon erstellt. Ich reise ausschließlich mit Handgepäck: ein Rucksack fürs Flugzeug und ein 20-Liter-Tagesrucksack. Kein Koffer am Schalter, kein Warten am Band. Konzentration aufs Wesentliche – das ist ohnehin meine Devise. Ein bisschen Überlegung braucht es schon, um Wesentliches von Unwesentlichem zu trennen. Ich setze auf meine Merino-T-Shirts und Longsleeves: leicht, angenehm, warm und mehrmals tragbar. Gemächlich breite ich die Sachen in der Schlafzimmerecke auf der Kindermatratze aus. So komme ich gegen Ende der Woche gar nicht erst in Stress. Vorfreude auf die Sandalgarve In der komoot-App habe ich mir bereits einige Wanderungen angeschaut und abgespeichert....

Ku’damm 77: Monika, Dorli und der mühsame Weg der Emanzipation

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Kennt ihr die ZDF-Serie „Ku'damm“? Der vierte Teil der Serie ist seit dem 27. Dezember in der Mediathek des ZDF streambar. Es ist die Fortsetzung der Staffeln „Ku'damm 56“, „Ku'damm 59“ und „Ku'damm 63“. Die neue Staffel macht einen Zeitsprung und spielt im Jahr 1977. Ich kann euch die Serie sehr empfehlen. Ich habe an Silvester gemütlich begonnen, die neue Staffel zu schauen, und die ruhigen Tage Anfang des Jahres genutzt, um sie zu Ende zu sehen. Für jemanden, der 1977 ein Teenie war, ist das natürlich besonders interessant. Aber auch die ersten drei Staffeln sind empfehlenswert – allein aus geschichtlichen Gründen. Ich kann es jedem nur ans Herz legen, sich die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland auf diese unterhaltsame Weise nahebringen zu lassen. Vor allem die Situation der Frauen und Mädchen, ihr Kampf um Gleichberechtigung, aber vor allem auch das Thema Gewalt gegen Frauen zieht sich durch alle Staffeln. Auch andere zentrale Themen werden mutig ...

Winterlicht und Seelenfutter: Meine Opalino-Bolo

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Heute hatte ich mich auf graues Wetter und eisig kalten Wind eingestellt, doch plötzlich schien gegen 10 Uhr eine herrliche Sonne ins Opa-Häuschen.  Meine Tomatensoße für Opalinos Veggie-Bolo köchelte bereits leise auf dem Herd.  Also nichts wie rein in die Skiunterwäsche, gut eingepackt und raus zu einem Spaziergang in die Wintersonne! Gestern hatte es einen ganz kleinen Hauch geschneit und jetzt mit der Sonne funkelte mir eine Winterlandschaft entgegen. Meine Runde ums Dorf gehe ich immer wieder gerne; schnell ist man im Feld und am Wald, wo die tiefstehende Sonne lange Schatten zaubert.  Auf dem Rückweg habe ich im Drogeriemarkt schon Mini-Fläschchen für meine Algarve-Reise besorgt. Das ist schon ein bisschen Vorfreude, denn in einer Woche geht’s los! ☀️ Wieder zurück im Opa-Häuschen ging es an das Finale der Soße. Ich habe mit dieser Veggie-Bolo jetzt schon einige Zeit experimentiert und die Kombination von roten Linsen ...

Rückblick, Ausblick und ein großes Dankeschön

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Am 15. Mai habe ich diesen Blog gestartet. Ich konnte es einfach nicht abwarten! Dabei hat „Opas Traumleben“ eigentlich erst am 1.12. so richtig begonnen. Aber das Kind wollte schon raus, und im Nachhinein gesehen war es genau richtig so. Ich habe mich mit der Rückschau auf das Berufsleben beschäftigt und nach vorne geschaut. Dabei habe ich mein Augenmerk schon ein wenig auf meine Herzensthemen gelenkt. Ich habe mir selbst eine kleine Brücke vom Berufsleben in den Ruhestand geschlagen und Erfahrungen mit dem Bloggen gesammelt. Und was soll ich sagen: Es macht mir Spaß, und offensichtlich gefallen euch meine Beiträge auch. Über 10.000 Aufrufe meiner Blogbeiträge und zahlreiche Kommentare und Rückmeldungen bis heute – dafür möchte ich mich herzlich bei euch bedanken und meine Freude darüber zum Ausdruck bringen.  Bleibt mir auch in 2026 treu und gebt mir jederzeit gerne Feedback und Anregungen. Jetzt beginnt „Opas Traumleben“ eigentlich so richti...

Von der Rosaune, dem Werkzeugkasten und zwei Hunden

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Heute war ich um 10 Uhr beim Enkelmann. Als ich kam, juchzte er laut und rief: „Opa, Opa!“ Das ist wirklich schön, wenn man das erleben darf.  Die Spiele, die wir zusammen machen, gefallen ihm und er möchte dann möglichst alles mit dem Opa spielen, was er gerne mit dem Opa spielt.  Alles abarbeiten wie eine  Checkliste 😁 Besonders im Opa-Häuschen ist das der Fall. Im Auto hatten wir schon Musik gehört, wie immer, und zu Hause wollte er mehr. Er liebt es, wenn ich die Bluetooth-Box anmache und ordentlich Volume gebe. Über Spotify sind wir irgendwann mal zu disco-funkigen, groovigen Nummern aus den 80er Jahren gekommen. Und das will er wieder hören. Zudem hatte ich auch beim Einsatz der entsprechenden Instrumente oft gerufen: „Gitarre!“ oder „Trompete!“, „Saxophon!“. Oder wir singen Passagen mit oder Background-Vocals wie: „Uhhh-Ahhh“. Im Opa-Häuschen will er das immer wieder haben. Dann wird auch ausgelassen getanzt und Luftgitarre gespielt. Mein Yoga-Bolster wird...

Vom Müssen zum Dürfen – Zeit für mich, endlich

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Im Dezember 2021 war ich zu einer Reha in St. Peter-Ording, wo ich bereits 2013 vier Wochen zur Reha gewesen bin. Jetzt bin ich seit dem 1. Dezember 2025 in Pension.  Damals hatte ich erwirkt, dass ich nach der Reha noch krankgeschrieben war. So konnte ich ohne Druck die Anwendungen aus der Reha in meinen Alltag übernehmen – eine wirklich gute Sache für mich. Ich bin Wandern gegangen, habe regelmäßig Nordic Walking gemacht, Yoga zu Hause praktiziert und Entspannungsübungen eingebaut. Und jetzt, vier Jahre später, muss ich gar nicht mehr zum Dienst zurück 😉.  Ich kann entspannt schauen, was mir gut tut. Yoga nach dem Frühstück, abends noch eine entspannende Einheit, eine Nordic-Walking-Einheit vor dem Mittagessen – das gehört jetzt zu meinem Tagesrhythmus. Vielleicht probiere ich auch mal wieder schwimmen zu gehen. Mein früherer Hausarzt hatte mir das immer empfohlen.  Im Berufsalltag habe ich es nie gemacht – Wasser ist ja nass 😅, und dann das An...

Von Morgenrot zu Abendrot: Eine Winterwanderung zum Weinbiet

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Heute begrüßte mich schon direkt nach dem Aufstehen ein herrliches Morgenrot beim Hochziehen der Rollläden. Um 8:45 Uhr lugte die Sonne dann hinter den benachbarten Reihenhäuschen hervor und begann, in meine Wohnung zu scheinen. In Vorfreude auf den Tag genoss ich meinen Kaffee, und um kurz nach 10 Uhr stand ich parat an der S-Bahn-Haltestelle, in der mein Freund bereits saß und den ich freudig begrüßte. Unser Plan für heute: Von Lambrecht in der Pfalz über Lindenberg hinauf auf das Weinbiet bei Neustadt. Bei unserer Ankunft lag Lambrecht noch teilweise im Schatten; die Sonne war erst vor Kurzem über die Pfälzer Berghöhen geklettert. Der Weg verlief zunächst ganz entspannt bis nach Lindenberg, durch den Ort und dann hinten in den Wald hinein. Erst auf Forstwegen und später auf einem schönen Pfad in Serpentinen nach oben. Das letzte Stück zum Gipfel ist fast schon eine „Wander-Autobahn“. Dank unserer lebhaften Gespräche verging die Zeit wie im Flug. A...